Historie - Boystown

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Historie

Chronik
Chronik des Boystown-Projektes
                                     
1974
Gründung der Diözese Mananthavady im Staat Kerala in Südindien.  
                                                                                                                      
1975 - 1982
                                                                                                                      
Durch das große Engagement von Herrn Diakon Aloys Gehrmann entsteht eine enge Beziehung der St. Hubertus-Pfarre zu dem Kinderheim Boystown in der Diözese Mananthavady. Ende 1982 verlässt Herr Diakon    Gehrmann die St. Hubertus-Gemeinde um fortan als Krankenhausseelsorger in   Düsseldorf tätig zu werden. Noch unter Pfarrer Johannes Trimborn übernimmt Herr Franz Bellenberg die Betreuung des Boystown-projektes.                                                                      
1983
                                                                                                                      
Es findet in St. Hubertus eine 2-Wochen-Gemeinde-Mission mit den    Patres Franz und Klaus statt, im Rahmen der entsprechenden Aktionen wird eine Informationsveranstaltung des Missionskreises zur Situation der Christen in Südindien durchgeführt.  Boystown gewinnt viele Spender in der Pfarre. Unterstützt werden Kinder im Heim von 6 - 16 Jahren, für deren Einzel-Versorgung 50.-DM mtl. aufzuwenden ist.
                                                                                                                      
1984
                                                                                                                      
Projekte in der Diözese Manthavady werden auch von der Pfarre    St. Stephanus in Meerbusch-Lank unterstützt. Der dortige Bevollmächtigte    Herr Plieth referiert in unserer Gemeinde.                                                        
Bischof Jacob Thoomkuzhy wirbt für eine finanzielle Unterstützung    von 200 neu zu errichtenden Häusern für Obdachlose und Arme   der Diözese Mananthavady.  
Die St. Hubertus-Gemeinde fördert durch eine auch in der Tagespresse gewürdigten beispiellosen Aktion die Errichtung von 75 entsprechenden Unterkünften mit fast 40000.-DM. Eine parallele Wohltätigkeitsveranstaltung zum gleichen Zweck findet in den Gemeinden  St. Pankratius in Glehn   und St. Stephanus in Meerbusch statt.
Dem Boystown - Heim wird eine Schreinerei als berufliche Ausbildungsstätte angegliedert.
                                                                                                           
1985
                                                                                                                      
Pater James Kumbukal ist der neue Leiter des Boystown-Waisenheimes.           
                                                                                                                      
Aufruf zur Unterstützung des von Bischof Jacob initiierten "Social Service Center", einer Einrichtung, die 1000 bedürftigen jungen Menschen der ganzen Diözese Mananthavady ermöglicht, Ausbildungsplätze in den Bereichen Elektrotechnik, Tischlerei, Mauerei, Stickerei etc. zu  erhalten.         
Bischof Jacob besucht am 20.11. unsere Pfarre und erhält einen Scheck über 10.000.- DM. Er berichtet über Arbeitslosigkeit, Armut und Alkoholismus in Indien. Ein Missionsbasar ergibt den Reinerlös von 4.899.-DM.    
           
1986
                                                                                                                      
Im Heim leben inzwischen 35 Jungen und Mädchen. Die meisten    bekommen nach Beendigung der Schule einen guten Ausbildungsplatz.           
Im "Apostolat der Familien" wird  das Pastoralziel für    das Jahr 1987 formuliert. Danach sollen sich unter der Leitung eines kompetenten Priesters Ärzte, Geistliche, Ordensschwestern und ehrenamtliche Helfer in einem sog. Pastoralzentrum in Mananthavady den Problemen junger Familien widmen.
Bischof Jacob weiht 9 Priester, die in der Diözese arbeiten werden.                                                  
1987
                                                                                                                      
Bischof Jacob erhält zwei Schecks in Höhe von je 10.000.-DM.           
10 Priester werden in den jeweiligen Heimatpfarreien geweiht. Außerdem hat die Diözese Mananthavady einen Zuwachs von 36 Schwestern zu verzeichnen. Auch sind drei neue Pfarreien gegründet worden. Eine Gemeinde besteht aus cirka 1300 Gläubigen - eine wachsende blühende Kirche.   
                                
1988
                                                                                                                      
Eucharistifeier am 7.7. in der Hubertuskirche mit Bischof Jakob Thoomkuzy im syro-malabarischen Ritus der Thomas-Christen. Zugegen waren auch Pastor Volmer und Diakon Gehrmann.     
Herzliche Kontakte bestehen inzwischen auch zu Pfarrer Josef, der seit 9 Monaten eine eigene Pfarrei in der Diözese Mananthavady aufbaut.
                                                                                                                      
1989
                                                                                                                      
Der Missionskreis der Pfarre heißt nun Arbeitskreis Weltkirche.           
Im Juli wüten Unwetter in Kerala. Die Diözese Mananthavady hat daraufhin eine Nothilfe organisiert.  Das Anliegen von Papst Johannes Paul II. der "Evangelisation 2000" hat auch Bischof Jakob aufgegriffen und zu einer Aufgabe für die Arbeit    in der Diözese gemacht. Diakon Gehrmann weilt einmal mehr in Kerala. An Spenden gehen 16.500.-DM nach Indien.  
1990
                                                                                                                      
Bischof Jakob erleidet während eines Seminars in England einen Herzinfarkt, der ihn zu einem längeren Krankenhausaufenthalt in Europa zwingt. Das Ehepaar Bellenberg hat die Gelegenheit, ihn bei einem Aufenthalt im Kloster der Vinzenz-Schwestern in Paderborn aufzusuchen und ihm herzliche Genesungswünsche zu übermitteln.  Am 13.10. wird Bischof Jakob 60 Jahre alt.                                     
1991
                                                                                                                      
Zum Pfarrfest weilt Bischof Jakob in der Hubertus Pfarre.           
In Boystown haben Neubaumaßnahmen begonnen. Wesentliche Teile der überalterten Unterkunft (Lehmhütten) werden abgerissen und in verbesserter Weise wieder aufgebaut. Von der Fröhlichkeit der Kinder und dem liebevollen selbstlosen    Einsatz der Ordensschwestern weiß Herr Bellenberg nach seiner Reise in die Dözese Mananthavady zu Bischof Jakob zu berichten. Die persönliche Begegnung mit den Menschen, die nun schon so lange von der Hubertus Pfarre betreut werden, ist bis zum heutigen Tage sicherlich der Höhepunkt  der vielfältigen Kontakte zwischen unserer Pfarre und den Verantwortlichen des Waisenheimes.  
                        
1992
                                                                                                                      
In diesem Jahr wird der o. Besuch des Ehepaars Bellenberg in vielen Vorträgen, Gesprächen und Meßfeiern nacherlebt. In der Pfarre   kann man sich anhand der vermittelten Eindrücke noch besser mit dem  Projekt identifizieren.  
Inzwischen sorgen vier Schwestern der vom Bischof gegründeten Kongregation Society of Kristo Dasis und der Leiter des bischöflichen Sozialzentrums , Father George Mylador, in selbstloser, liebevoller Weise für 45 Waisenkinder in Boystown. In zwei Bauabschnitten soll das Heim in solider Bauweise neu errichtet werden. Die erste Phase ist erfreulicherweise Ende d. Jahres fast abgeschlossen.
                                                                                                                     
1993
                                                                                                                      
Unsere Pfarre sichert 30.000.- DM für den zweiten Bauabschnitt zu. Herr Bellenberg feiert seinen 60. Geburtstag in tiefer Verbundenheit   zu "seinem"  Projekt "Boystown". Herr Hollender aus der Pfarre St. Stephanus, Meerbusch-Lank, besucht das Bistum im Dezember.       
Bei einem furchtbaren monsumbedingten Erdrutsch verlieren 150 Menschen in einer Gemeinde der Diözese Mananthavady ihr Leben. Auch hier hilft die St. Hubertus-Pfarre!
                                                                     
1994
                                                                                                                      
Nahezu alle Lehmbauten sind durch Steingebäude ersetzt worden, so berichtet Herr Diakon Gehrmann nach seiner Rückkehr aus Mananthavady. Der Direktor von Boystown, Herr George Myladoor, teilt mit, dass sich 21 Jungen und 18 Mädchen in Boystown aufhalten. 20 seien Christen,  der  Rest Hindus. 3 Christu-Dasi-Schwestern und 2 Laienschwestern betreuen  die  Kinder.  
                                                                                    
1995
                                                                                                                      
Am 24. Januar findet die Einweihung des neuen Gebäudes statt.    Das Haus besitzt nun 2 Schlafräume, einen Gesprächsraum, Eßzimmer, Küche, Kapelle, Räume für Schwestern und Priester. Die Baukosten belaufen sich auf 90.000.-DM, 70.000.- hiervon hat die Hubertus-Gemeinde übernommen.  
Der Bau eines Gewächshauses, das auch als Lehr- und Ausbildungsstätte    für die Kinder fungieren soll, wird in Erwägung gezogen. Bischof Jakob übernimmt im August auf Geheiß des Papstes das Bischofsamt in der Nachbardiözese Thamarassery und verläßt Mananthavady schweren Herzens.  
In der Diözese Mananthavady leben inzwischen 8.4 Millionen    Menschen, hierunter befinden sich 170 000 Katholiken des syro-malabarischen Ritus.
                
1996  
                                                                                                                      
Die St. Hubertus-Gemeinde finanziert Matratzen, Unterricht in Musik und Tanz, Nuß- und Kokosbäume, Kühe, Hühnerställe. Nach dem Weggang von Bischof Jakob fließen Informationen leider nur spärlich.                                           
1997
                                                                                                                      
Bischof Jakob wird Erzbischof von Trichur.           
Bischof Emmanuel Pothanamuzy tritt seine Nachfolge in  Mananthavady an und besucht unsere Pfarre am 24.10.. Pastor Vorspel und Prälat Kusen zelebrieren mit ihm unter der musikalischen Leitung von Frau Böttcher die lateinische Missa de Angelis. Mit dem erhaltenen Scheck über 10.000.- DM will Bischof Emmanuel junge Frauen unterstützen, denen es nicht gelingt, die nach den strengen indischen Sitten notwendige Aussteuer zu beschaffen. Bischof Jakob gründet zum 25-jährigen Bestehen der Diözese einen Fonds.  

1998
                                                                                                                      
Boystown erhält 10.000.-DM.                                                                                                                      
1999
                                                                                                                      
Seit 1983 sind nun seitens unserer Pfarre und nahezu ausschließlich durch die Vermittlung von Herrn Bellenberg  338.000,- DM dem Bischof von Mananthavady in Kerala insbesondere für Boystown aber auch für andere soziale Maßnahmen zur Verfügung gestellt worden.           
                                                                                                                      
Bischof Emmanuel Pothanamuzhy ist  zum zweiten Mal bei uns zu Gast. Er konnte anläßlich seines Kurzbesuchs in unserer Pfarre Ende Juli - es standen ihm leider nur rd. 4 Stunden im Rahmen seines straffen Europa-Programms zur Verfügung - über Boystown berichten. Kinder und Schwestern seien wohlauf. Es gäbe keine größeren Probleme    - nicht zuletzt auch dank unserer Unterstützung. Auch in seinem Weihnachtsschreiben dankt der Bischof allen Helfern in der Pfarre St. Hubertus für die  Arbeit und Hilfe zu Gunsten des Heimes und den Kindern in Boystown. Er erbittet für uns Gottes Segen.  
                     
2000
                                                                                                                      
Herr Dr. Dörr übernimmt das Projektmanagement der Boystown-Hilfe, nachdem sich Herr Bellenberg auf eigenen Wunsch nach 18-jähriger erfolgreicher und selbstloser Betreuungsarbeit aus diesem Projekt zurückzieht. Die Gemeinde dankt ihm herzlich für sein jahrelanges beispielloses Engagement. Sein Name wird immer untrennbar mit Boystown verbunden bleiben.                                              
2001
Bischof Emmanuel ist zwei Tage in Reuschenberg zu Gast und zelebriert  u.  a. einen Festgottesdienst in der St. Hubertus-Kirche. Beim anschließenden Empfang erhält er einen Scheck über 25.000.- DM für das Waisenheim.  Auf unseren Wunsch  erhalten wir im Herbst alle Biografien der Kinder,  die in "Boystown-St. Hubertus" leben.        

2002
                                                 
Am 4.2. treffen sich Indien-Interessierte im Pastor-Trimborn-Haus.    Frau Demuth und Herr Lück von der Neusser Indien-Nothilfe berichten über die Situation in Indien.
Unsere Initiative ist am 9.6. zu Gast im Kirchengarten der Landesgartenschau im Schloßpark Dyck und erntet Interesse und Lob. Erstmalig wird ein Gästebuch ausgelegt, in das sich viele Besucher eintragen.          
Bischof Emmanuel auf Stippvisiste in Deutschland stattet uns am    11.7. einen Kurzbesuch ab. Boystown soll eine Grundschule erhalten. Der  Bischof  erhält einen Scheck über 7.500.-€. Unser Stand präsentiert sich auf dem Patrozinium.          
                                                                                                                     
2003
                      
Am 9.2. zelebriert Pastor Joseph aus Kranenburg einen Gottesdienst in der St. Hubertus Kirche und berichtet über seinen Aufenthalt in  Boystown  im Oktober 2002. Am 6. April stirbt Bischof Emmanuel Pothanamuzhy  an einem  Krebsleiden. Auch die Gemeinde St. Hubertus trauert. Herr Msgr. Njaralakatt  besucht unsere Gemeinde als Generalvikar der Diözese am Samstag, den 24.5., und unterrichtet interessierte Gemeindeangehörige ausführlich über die aktuelle Situation rund um Boystown.
 
                                                 
2004
                                                                                                                      
Nachfolger von Bischof Emmanuel wird am 18.3. Bischof Dr. Jose Porunnedom. Am 10.7. ist Herr Pastor  Joseph Kallunkamakal erneut bei uns zu Gast und erhält  im Rahmen eines Empfanges einen Scheck  über 7.500.- € zur Weiterleitung  an das Waisenheim.
                   
2005

Bischof Dr. Jose Porunnedom stellt sich der St. Hubertus-Gemeinde  am 28.5. vor. Er erhält einen Scheck über 7.300.- €. Eine Woche  zuvor hatte der Meerbuscher Volker Hollender über seine Indienreise anhand von vielen Lichtbilder fesselnd berichtet.
Frohe Kunde aus Aachen: Für den Schulneubau werden seitens des Kindermissionswerkes 15.000.- € bewilligt.                    
2006

Die Errichtung ds Schulgebäudes ist abgeschlossen. Unser Projekt vermeldet einen neuen Spendenrekord von über 10.000.- €.
              
2007

In diesem Jahr sucht uns Bischof Jose am 12. Mai in Begleitung zweier Vinzentinerinnen aus Menden auf. Er zelebriert die Heilige Messe und erläutert die aktuelle Situation im Rahmen des anschließenden Empfanges im Pastor-Trimborn Haus. Ein Aufsatz zu Boystown wird in der Kirchenzeitung veröffentlicht.
Geplant sind die Anschaffung von Spielgeräten und die Teerung der neuen, zur Schule führenden Straße.
           
2008

Ein Scheck über 5.100 € wird dem Heimleiter Fr. Sebastian Elemkunnel durch Pastor Joseph Kallunkamakal aus Kranenburg / Kleve überreicht. "Deine Stimme gegen Armut" ist eine Aktion der Stadt Neuss überschrieben, welche vom 8. bis 30. September 2008  weltlichen und kirchlichen Initiativen aus dem Neusser Raum ermöglicht, ihre Projekte und Hilfsangebote in Entwicklungsländern einem breiten Publikum vorzustellen. Hierbei wurde auch die Eine-Welt-Arbeit der St. Hubertus-Pfarre mit dem Schwerpunkt „Projekt Boystown“ gewürdigt.
          
2009

In diesem Jahr besucht uns Bischof Jose erneut am 16. Mai. Er ist zu Gast in der St. Hubertus-Kindertagesstätte im Rahmen des Projektes "Weltweit Wichteln", zelebriert mit Monsignore Dr. Hans-Dieter Schelauske die Heilige Messe und berichtet über Boystown auf dem anschließenden Empfang im Pastor-Trimborn-Haus.
          
2010

Fast 8.000 € werden Boystown wieder als Spenden zuteil. Bischof Jose weilt anlässlich des Libori-Festes in Paderborn. Die Dözese Mananthavady wird geteilt.
      
2011

Bischof Jose wird am 18. Juni unsere Pfarre besuchen. Ein Flyer wird in Auflage zu 5.000 Stück gedruckt.
2012

Engagierter Vortrag von Frau Johanna Böttcher, die sich in Mananthavady rund sechs Monate aufhielt.

2013
Boystown wurden 15.482 € überwiesen.

2014

Bischof  Dr. Jose Porunnedom war erneut in der Gemeinde zu Gast und erhielt 15.666 €.

2015

Diakon Alois Gehrmann, der die Waisenheim-Initiative im Jahr 1975 auf den Weg brachte, verstarb.
Es fanden sich rund 25 Indien-Interessierte am Sonntagnachmittag, 19. Juli 2015, im Versammlungsraum der Hubertuspfarre ein, um das 40-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen der Gemeinde  St. Hubertus und dem indischen Waisenheim Boystown feierlich zu begehen. Höhepunkt war ein Vortarg des Indien-Kenners Volker Hollender.

2016

Boystown erhält als neuen Leiter Bruder Siby Cheruthottil und wird zur Wohltätigkeitsherberge.


 
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